Freiwillige Feuerwehr Walheim
// Einsatzabteilung / Alarmierung
 
Was läuft ab,
wenn die Feurwehr alarmiert wird?

Zur Geschichte:
Der Notruf 112 besteht nun seit rund 30 Jahren im Landkreis Ludwigsburg, seit 2010 wird dieser Europaweit verwendet.
Bis zum September 1990 wurde in Walheim zweigleisig alarmiert, das heißt sowohl über moderne Funkmeldeempfänger als auch noch über Sirenen.
Ab diesem Zeitpunkt waren die Walheimer Feuerwehrleute alle mit diesen tragbaren Funkmeldeempfängern ausgestattet und jetzt über die sogenannte stille Alarmierung erreichbar.

Die Notrufmelder die über den ganzen Ort verteilt installiert waren, wurden wie die Sirenen außer Betrieb genommen. Über verschiedene Funkschleifen wurde es möglich, die örtliche Feuerwehr entweder Komplett oder auch mit „halber“ Mannschaftsstärke, je nach Art und Bedarf zu rufen.
Diese Alarme wurden in der Regel von der Feuerwehr-Leitstelle in Ludwigsburg getätigt wo der Notruf 112 eingeht.
Die damaligen Funkmeldeempfänger

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BMD Quattro

Auch aus dem örtlichen Feuerwehrgerätehaus konnte manuell alarmiert werden, was schon des öfteren bei Kleineinsätzen gemacht wurde, wenn statt des Notrufes z. B. der Kommandant privat über Telefon verständigt wurde.
Bei dieser sogenannten analogen Funkalarmierung über das 4-m-Band standen der Walheimer Wehr vier Funkschleifen zur Verfügung.

Bei Großeinsätzen wie Unwetter die oft den ganzen Landkreis betreffen erwies sich diese Alarmierung zunehmend als störend und unpraktikabel. Da auch die Funksprechgeräte der Feuerwehren über dieses 4-m-Band, also über die gleiche Frequenz getätigt wurden, blockierten Alarmierungen und Funkgespräche der Einsatzkräfte sowohl mit der Leitstelle, als auch untereinander, sich gegenseitig.


Umstellung auf digitale Meldeempfänger
Einzelne Wehren wurden zwar früher schon parallel mit digitalen Funkmeldeempfängern ausgestattet und fuhren oft zweigleisig, obgleich die Alarmierung über Digitalfunk noch ziemlich ungenügend war. In Walheim jedoch wartete man ab, bis das auf dem 2-m-Band laufende digitale Funknetz hundertprozentig gewährleistet war, bzw. die Alarmierungssicherheit stand.

Seit Herbst 2002 steht in Walheim nun diese Alarmierung zur Verfügung. Mit der es möglich ist, die Feuerwehr individuell zu alarmieren.

Hurricane Voice FS

Die Walheimer Feuerwehr ist in verschiedene Schleifen eingeteilt, die von der Feuerwehrleitstelle nach bestimmten Alarmstichworten und örtlichem Alarmierungsplan zum Einsatz gerufen werden:
Wie schon beschrieben, geschieht dies nach dem Alarmierungsplan der für jede Feuerwehr und jeden Ort nach den örtlichen Vorgaben erstellt wurde.

Die einzelnen Alarmierungen werden unterteilt in Brände (z. B. I, II und III), Hilfeleistungen und Gefahrgutunfälle. Die zunächst notwendigen Fahrzeuge werden so sofort zugeordnet, auch die notwendige Nachbarschaftshilfe und Verstärkung wird alarmiert (Drehleiter, Rüstwagen, Gerätewagen Atemschutz, u. a.).

Schleife Anzahl alarmierter Kräfte
Große Schleife
rund um die Uhr
42 Einsatzkräfte
(Gesamtwehr)
Unterstützungseinheit Gefahrgut
rund um die Uhr
30 Einsatzkräfte
(Atemschutzgeräteträger)
Kleine Schleife Tag
von 6
bis 18 Uhr
14 Einsatzkräfte
Kleine Schleife Nacht 1
von 18 bis 6 Uhr (gerade Monate)
15 Einsatzkräfte
Kleine Schleife Nacht 2
von 18 bis 6 Uhr (ungerade Monate)
15 Einsatzkräfte
Kleinstschleife
rund um die Uhr
9 Einsatzkräfte
Bootschleife
rund um die Uhr
15 Einsatzkräfte
Führungsschleife
rund um die Uhr
10 Einsatzkräfte
(Gruppen- und Zugführer)
Kommandoschleife
rund um die Uhr
Kommandant
stellv. Kommandant
Kommandant
rund um die Uhr
Kommandant

Dazu benötigt der Leitstellendisponent die Hilfe des Anrufers mit möglichst genauen und umfassenden Angaben:


Was ist passiert?
Wo ist etwas passiert?
Wie viele Verletzte bzw. Vermisste gibt es?
Welche Verletzungen liegen vor?
Warten auf Rückfragen!

Notruf 112

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