Freiwillige Feuerwehr Walheim
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24 Stunden Einsatz für die Jugendfeuerwehr

Am Freitag, 17. Mai trafen sich die Mitglieder der Jugendfeuerwehr zu ihrem, im zweijährigen Rhythmus stattfindenden, Berufsfeuerwehrtag. Bei dieser Übung wird eine 24-Stunden-Schicht wie bei einer Berufsfeuerwehr mit verschiedenen Einsatzübungen und einer Übernachtung im Feuerwehrgerätehaus nachgestellt.

Die Schicht startete pünktlich um 18 Uhr mit der Fahrzeugeinteilung, hier wurde jedem Mitglied eine feste Aufgabe für die erste Schicht zugeteilt. Selbstverständlich wurde auch die Leitstelle im Gerätehaus von zwei Jugendlichen bis 22 Uhr besetzt, die die „Notrufe“ selbstständig entgegennehmen und disponieren mussten. Nachdem die Betten für die Nacht vorbereitet und die zugeteilten Fahrzeuge auf Funktionalität überprüft wurden, stärkten sich die Jugendlichen bei einem reichhaltigen Abendessen für die sehnsüchtig erwarteten  „Einsätze“. Die ließen nicht lange auf sich warten.

Bereits um 20.30 Uhr wurde unter vielen Anrufen der erste Notruf in der Leitstelle abgesetzt und die Besatzung des Löschgruppenfahrzeugs (LF) musste zur Tierrettung bei der Gemeindehalle ausrücken. Eine Katze wurde hier erfolgreich von einem Baum gerettet. Nachdem sich der Gruppenführer, diese Position wurde ebenfalls von einem Jugendlichen besetzt, über Funk wieder Einsatzbereit meldete, folgte auf diesem Wege bereits ein Folgeeinsatz: ein verstopfter Abwasserkanal im Lerchenweg musste mit Wasser gespült werden.
Währenddessen wurde der Mannschaftstransportwagen (MTW) zum automatischen Brandmeldealarm bei der Firma Pfander alarmiert, hier fungierten Blinklichter als Meldeanlage, die von den Buben und Mädchen in richtiger Reihenfolge eingesammelt werden mussten und somit die Anlage zurückgestellt wurde. Bevor der Abend aber mit einem Animationsfilm auf der Großleinwand im Gerätehaus gemütlich ausklang, wurde die Löschgruppe des LF auf der Heimfahrt in der Mühlstraße von einer bewusstlos am Boden liegenden Person überrascht. Auch diese Aufgabe wurde von den Jugendlichen bravourös gemeistert. Die anschließende Nachtruhe im Gerätehaus, unterbrach um 2 Uhr ein „Alarm“ für den MTW. Oberhalb der Weinberge lief aus einem Kanister ein Betriebsmittel aus, das von der Fahrzeugbesatzung mit Besen und Ölbinder beseitigt werden musste. Anschließend kehrte aber endgültig die Nachtruhe im Gerätehaus ein und auch die MTW-Besatzung konnte weiterschlafen, ebenso die Jugendleiter, die alle „Einsätze“ vorbereiteten.

Kurz vor sieben Uhr erfolge eine Alarmierung der LF-Besatzung zu einer technischen Hilfeleistung. Eine Person hatte sich in den Schuppenanlagen unter einer Maschine verklemmt und musste befreit werden. Nachdem auch dieser Einsatz erfolgreich abgeschlossen wurde, folgte das Frühstück im Sitzungssaal des Gerätehauses. Zeitversetzt zum LF-Einsatz wurden die Jugendlichen des MTW zum Brandmeldealarm bei der Firma Aufrecht alarmiert. Um 8 Uhr endete diese erste Schicht und die Fahrzeugplätze wurden neu eingeteilt. Weiter ging es dann am Samstagmorgen mit Dienstsport in der Gemeindehalle und einer anschließenden Ausbildungseinheit im Bauhof, die allerdings für die Mannschaft des LF kurz nach Beginn mit einem Einsatz unterbrochen wurde.

Ein weiterer, verstopfter Abwasserkanal musste gespült werden. Beim Mittagessen mit Spaghetti Bolognese wurden die Akkus wieder aufgeladen. Kurz nach dem Mittagessen erfolgte dann ein Großalarm mit dem Dreifachgong über die extra für diese Veranstaltung aufgebaute Lautsprecheranlage. „Alarm für das LF und TLF, Gefahrgutunfall in der Weinstraße“ lautete die Alarmdurchsage. Auf dem Parkplatz vor der Gemeindehalle stand ein Autoanhänger auf dem ein Kanister eine unbekannte Flüssigkeit verlor. Eine bewusstlose Person lag neben dem Anhänger. Mit Einweganzügen wurden die Chemieschutzanzüge der Feuerwehr simuliert und die Jugendlichen gerieten bei sommerlichen Temperaturen ordentlich ins Schwitzen. Nicht nur die Person wurde aus dem Gefahrenbereich gebracht, nein, auch die Kanister auf dem Anhänger mussten abgedichtet werden. Mit einer Wasserwand wurden die giftigen Dämpfe niedergeschlagen.

Der anschließende Putzdienst im Feuerwehrhaus, bei dem die Fahrzeughalle und die Innenräume des Feuerwehrfahrzeuge gereinigt wurden, wurde von einem weiteren Alarm für den gesamten Löschzug unterbrochen. Mit beiden Löschfahrzeugen rückten die Jugendlichen zur Wannengrabenhütte, zu einem brennenden „Holzhäuschen“ aus, das von den Jugendfeuewehrlern mit C-Rohren abgelöscht werden musste. Dieser Einsatz bildete den Abschluss einer anstrengenden aber auch schönen 24-Stunden-Übung die die Jugendfeuerwehr gemeinsam meisterte.

Notruf 112

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