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Zum Glück nur eine Übung

Zwei Jugendliche sind in einer Scheune von Rauch und Flammen eingeschlossen.
Feuerwehr probt Ernstfall im Ortsteil Wannengrabenhöfe – Löschwasserproblem gelöst.

Die Jahreshauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Walheim fand kürzlich in einem Hof der Aussiedlerhöfe im Wannengraben statt.
Simuliert wurde ein Scheunenbrand nach einem elektrischen Kurzschluss Zwei Jugendliche wurden vom Rauch eingeschlossen. Unsere Wehr war mit beiden Löschfahrzeugen im Einsatz. Unterstützt wurde sie von der DLK 23/12 der Besigheimer Kameraden und dem DRK Besigheim.

Das größte Problem bei den Wannengrabenhöfen ist die mangelhafte Wasserversorgung die aus den Unterflurhydranten nur etwa 200 Liter pro Minute bringt.
In einem Löschwasserschacht sind zwar etwa 3500 Liter Wasser verfügbar, was die Situation jedoch nur unwesentlich verbessert. Für einen Zimmerbrand reicht das Wasser, zusammen mit dem Inhalt des Tanks im Löschwassertank der beiden Fahrzeuge LF 16 (1600 l) und TLF 16/25 (2400 l) schon aus, Probleme entstehen jedoch durch die lange Anfahrts- und Einsatzzeit bis zum ersten Rohr unter Wasser. Bedingt durch die topografische Lage und die Entfernung, doch etwa vier Kilometer, muss hier mit etwa 15 bis 18 Minuten gerechnet werden.

Über eine Löschwasserförderleitung vom Baumbach her, der etwa einen Kilometer unterhalb der Höfe fließt, ließ sich bisher bei einem Großbrand Abhilfe schaffen, dies ist jedoch sehr Zeit und Personalintensiv.

Zusammen mit der Dienststelle Ottmarsheim der Bodenseewasserversorgung, die etwa 800 m Entfernung oberhalb der Höfe einen Verteilerschacht betreibt, machten man sich bei der Wehrleitung Gedanken über eine konstruktive Lösung bzw. Verbesserung des Wassermangels.

Rund 5000 l Wasser fließen durch diese Leitung bei etwa 20 Bar Druck. Eine Spülleitung führt zum Löschwasserschacht im Wannengraben - Aufgabe war es nun, den Wasserdruck so zu drosseln, das die durch den hohen Druck beigemischte Luft nicht zur Minderung des Abflusses über die Spülleitung sowie zur Beeinträchtigung der Entlüftungseinrichtung in den Feuerlöschkreiselpumpen führen kann. Letzteres stellte man mit Verwunderung bei einem Saugversuch fest.

Der Dienststellenleiter kam der Feuerwehr bzw. der Gemeinde mit einer Veränderung und Drosselung am Spülausgang des Verteilers sehr entgegen.
Die Übung zeigte die Leistungsfähigkeit dieser zusätzlichen Löschwasserförderstelle: 2500 l Wasser pro Minute fließen nun über die rund 200 mm dicke Spülleitung bei etwa 8-10 Bar im natürlichen Gefälle Richtung Wannengraben.
Bereits auf der Anfahrt muss ein Feuerwehrangehöriger an der Übergabestelle der BWV "absitzen" und den Schieber öffnen und während des Einsatzes überwachen.

Das Löschwasser braucht für die Strecke immerhin etwa 15 Minuten bis zum Saugschacht, eine Zeit die man für eine Löschwasserförderleitung über Druckschläuche von dieser Stelle aus in jedem Fall auch brauchen würde.

Die Jahreshauptübung verlief völlig planmäßig und ohne Probleme. Die Einsatzkräfte brachten die "Opfer" zügig aus der Gefahrenzone und übergaben sie den Kräften des Roten Kreuzes.

Hauptübung 2002
Hauptübung 2002
1. Rohr vor. Angriffstrupp zum Einsatz fertig.
Hauptübung 2002 Hauptübung 2002
Wasserentnahme aus dem Löschwasserschacht.
Menschenrettung.
Hauptübung 2002
Erstversorgung durch das DRK.
Hauptübung 2002
"Verletzt".
Hauptübung 2002 Hauptübung 2002
Starke Rauchentwicklung. Werfereinsatz der DLK 23/12.
Hauptübung 2002 Hauptübung 2002
Alles im Griff. Viele Zuschauer.
 
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